modeling

LBO modeling interview-fragen

das leveraged buyout ist das herzstück des private-equity-recruitings und ein pflichtthema in IB-interviews bei M&A- und leveraged-finance-teams. wer die returns-mechanik versteht, kann fast jede LBO-frage aus wenigen grundprinzipien herleiten – vom paper LBO bis zum vollständigen modell. auf dieser seite gehen wir durch, wie ein LBO geld verdient, wie ein modell aufgebaut ist, und rechnen einen paper LBO komplett vor.

wie ein LBO returns erzeugt

ein finanzinvestor kauft ein unternehmen überwiegend auf kredit, hält es einige jahre und verkauft es wieder. das eingesetzte eigenkapital wächst über drei hebel: das unternehmen tilgt mit seinem cashflow schulden (deleveraging), es steigert EBITDA durch wachstum und margenverbesserung, und im idealfall verkauft der investor zu einem höheren multiple, als er bezahlt hat (multiple expansion).

der clou ist der leverage-effekt: weil nur ein bruchteil des kaufpreises aus eigenkapital besteht, schlägt jeder wertzuwachs überproportional auf die eigenkapitalrendite durch. das erklärt, warum PE-firmen so viel fremdkapital einsetzen – und warum das modell so empfindlich auf die schuldenhöhe reagiert.

der aufbau eines LBO-modells

ein LBO-modell besteht aus vier teilen. sources & uses zeigt, wie der kauf finanziert wird (eigenkapital plus verschiedene schuldentranchen) und wofür das geld verwendet wird. der operative plan projiziert umsatz, EBITDA und cashflow über die haltedauer. der debt schedule bildet ab, wie die schulden jahr für jahr getilgt werden und wie viel zinsen anfallen.

am ende steht die returns-berechnung: exit-EBITDA × exit-multiple ergibt den unternehmenswert beim verkauf, minus die restschulden ergibt das exit-eigenkapital. verglichen mit dem einsatz beim einstieg ergeben sich MOIC und IRR.

beispiel-fragen mit lösungsweg

paper LBO

„EBITDA 100, einstieg bei 10x, 60 % fremdkapital. nach 5 jahren EBITDA 150, exit zum gleichen multiple, 200 schulden getilgt. was ist die return?"

lösungsweg – einstieg: enterprise value = 100 × 10 = 1.000. davon 60 % fremdkapital = 600 schulden, der rest ist eigenkapital = 400.

exit nach 5 jahren: exit-EV = 150 × 10 = 1.500. die schulden wurden von 600 um 200 auf 400 getilgt. exit-eigenkapital = 1.500 − 400 = 1.100.

returns: MOIC = 1.100 / 400 = 2,75x. für die IRR: 2,75x über 5 jahre entspricht 2,75^(1/5) − 1 ≈ 22,5 % IRR. im interview reicht die einordnung: „knapp 2,75x und rund 22 % IRR – das liegt im zielbereich eines PE-fonds."

frage 2

„welcher der drei return-hebel ist der verlässlichste?"

lösungsweg: deleveraging. der schuldenabbau hängt nur am operativen cashflow und ist damit weitgehend in der hand des unternehmens. EBITDA-wachstum ist ebenfalls beeinflussbar, aber unsicherer, weil es von markt und umsetzung abhängt. multiple expansion ist der spekulativste hebel – niemand kann garantieren, dass der markt beim exit höhere multiples zahlt. seriöse PE-cases rechnen deshalb konservativ mit gleichbleibendem oder leicht niedrigerem exit-multiple.

frage 3

„wie wirkt sich mehr leverage auf die IRR aus – und wo ist die grenze?"

lösungsweg: mehr fremdkapital senkt den eigenkapitaleinsatz. bleibt der exit-wert gleich, steigt die IRR, weil dieselbe wertsteigerung auf weniger eingesetztes kapital entfällt – der hebel wirkt.

die grenze setzt der cashflow: die schulden müssen bedient werden können. zu hohe verschuldung führt zu hohen zinsen, engen covenants und im stressfall zur insolvenz. banken finanzieren zudem nur bis zu einem bestimmten verschuldungsgrad (leverage-multiple). die kunst ist, so viel leverage wie tragbar, aber nicht mehr.

wie du LBO-fragen effizient übst

LBO-mechanik sitzt erst, wenn du paper LBOs im kopf rechnen kannst. hilfreich ist, das thema neben der bewertung zu üben – die verbindung zum DCF wird schnell klar. dazu unser hub zu DCF-interview-fragen. den gesamtüberblick liefert der leitfaden zur IB-interview-vorbereitung; auf full-time-ebene lohnt zusätzlich das analyst-interview.

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häufige fragen zum LBO