investment banking interview-vorbereitung
ein investment-banking-interview im DACH-raum ist kein wissenstest, sondern eine belastungsprobe unter zeitdruck. du wirst zu bewertung, accounting und LBO-mechanik gelöchert, musst brainteaser lösen und gleichzeitig ruhig erklären, warum ausgerechnet du ins deal-team gehörst. diese seite zeigt dir, was in frankfurt, münchen und zürich wirklich gefragt wird – und wie du dich strukturiert darauf vorbereitest, statt planlos alte fragenlisten durchzuklicken.
was dich im IB-interview erwartet
der prozess läuft in DACH meist über mehrere runden. am anfang steht ein HR- oder erstgespräch: motivation, lebenslauf, ein paar sanfte fachfragen. danach kommen die technischen runden mit analysten und associates – hier wird es konkret und schnell. den abschluss bildet oft ein superday oder assessment-center mit mehreren gesprächen hintereinander, teils inklusive case-study oder modeling-test.
entscheidend ist: die banken erwarten keine perfekten antworten, sondern eine saubere denkstruktur. wer bei einer bewertungsfrage sofort mit zahlen loslegt, ohne den ansatz zu erklären, verliert. wer ruhig den weg skizziert – „ich würde mit den drei standard-methoden starten: DCF, trading comps, transaction comps" – gewinnt vertrauen, selbst wenn eine zahl mal daneben liegt.
die technischen themen
der technische teil deckt vier kernbereiche ab. du musst sie nicht nur kennen, sondern unter druck erklären können – idealerweise mit einem konkreten beispiel.
bewertung & DCF
die häufigste einstiegsfrage überhaupt: „walk me through a DCF." du solltest free cash flows, den WACC als diskontierungssatz, den terminal value und die brücke vom enterprise value zum equity value fließend erklären. tiefer geht es in unserem hub zu DCF-interview-fragen.
LBO & modeling
bei private-equity-nahen banken und für PE-recruiting zentral: wie ein leveraged buyout returns erzeugt, welche rolle leverage, EBITDA-wachstum und multiple-expansion spielen. die mechanik üben wir im hub zu LBO-modeling-interview-fragen.
accounting
das fundament für alles andere. die klassische testfrage ist die verknüpfung von GuV, bilanz und kapitalflussrechnung – dazu weiter unten ein durchgerechnetes beispiel. im DACH-raum lohnt sich der blick auf HGB neben IFRS, weil deutsche mittelständler oft nach HGB bilanzieren.
M&A und capital markets
accretion/dilution bei übernahmen, synergien, deal-strukturen und der ablauf eines IPO oder einer anleiheemission. hier zeigt sich, ob du verstehst, was die bank tatsächlich macht.
behavioral & fit im DACH-raum
der fit-teil wird unterschätzt. „warum investment banking", „warum diese bank", „erzähl von einer situation, in der du unter druck geliefert hast" – diese fragen entscheiden häufiger über das offer als eine verpatzte formel. gerade DACH-banken wollen sehen, dass du die arbeitsrealität kennst und nicht nur das prestige suchst. wie du überzeugende, ehrliche antworten strukturierst, zeigt der hub zu behavioral-interview-fragen.
vorbereitung nach zielgruppe
das erwartungsniveau hängt davon ab, worauf du dich bewirbst. für ein praktikum reicht ein sauberes verständnis der grundlagen und echtes interesse. auf analyst-ebene wird die technische tiefe deutlich höher – hier musst du modeling-logik und bewertungsdetails sicher beherrschen. plane deine vorbereitung entsprechend: nicht jeder braucht dasselbe niveau.
beispiel-fragen mit lösungsweg
„walk me through a DCF."
lösungsweg: in einem DCF berechne ich den unternehmenswert als barwert der zukünftigen free cash flows. erstens projiziere ich die unlevered free cash flows für fünf bis zehn jahre – also EBIT nach steuern, plus abschreibungen, minus investitionen, minus veränderung des working capital. zweitens diskontiere ich diese cash flows mit dem WACC, dem gewichteten kapitalkostensatz aus eigen- und fremdkapital.
drittens ermittle ich den terminal value – entweder über die gordon-growth-methode (letzter cash flow × (1+g) / (WACC − g)) oder über ein exit-multiple. den terminal value diskontiere ich ebenfalls auf heute. die summe aller barwerte ergibt den enterprise value. davon ziehe ich die nettoverschuldung ab und komme so zum equity value, also dem wert für die eigenkapitalgeber.
„die abschreibungen steigen um 10. was passiert mit den drei abschlüssen?"
lösungsweg: ich gehe von einem steuersatz von 40 % aus. in der GuV senken 10 mehr abschreibungen das vorsteuerergebnis um 10, die steuerersparnis beträgt 4, der jahresüberschuss sinkt also um 6.
in der kapitalflussrechnung startet der operative cashflow mit dem um 6 niedrigeren jahresüberschuss, ich addiere aber die 10 abschreibungen als nicht-zahlungswirksamen aufwand wieder hinzu. der cash-bestand steigt also netto um 4 (die steuerersparnis).
in der bilanz: kasse +4, sachanlagen −10 (durch die abschreibung), aktivseite also −6. auf der passivseite sinkt das eigenkapital über die gewinnrücklagen um 6. bilanz gleicht sich aus – das ist der beweis, dass die logik stimmt.
„warum investment banking?"
lösungsweg: vermeide floskeln wie „ich mag herausforderungen". strukturiere die antwort um drei glaubwürdige säulen: erstens die steile lernkurve – du siehst früh, wie große transaktionen strukturiert werden. zweitens die verbindung von analytischer arbeit und realen unternehmensentscheidungen. drittens ein konkreter bezug: ein deal, ein praktikum oder eine vorlesung, die dein interesse ausgelöst hat.
der schlüssel ist der konkrete anker. „mich hat die übernahme von X durch Y fasziniert, weil ..." wirkt zehnmal stärker als jede allgemeine begeisterung. und sei ehrlich über die arbeitszeiten – banken schätzen kandidaten, die wissen, worauf sie sich einlassen.
so bereitest du dich strukturiert vor
planloses durchklicken alter fragenlisten funktioniert nicht. besser ist ein system: arbeite die technischen module in der richtigen reihenfolge durch (erst accounting, dann bewertung, dann LBO und M&A), übe mit karteikarten und wiederholung im richtigen abstand, und formuliere deine behavioral-antworten schriftlich, bevor du sie laut sprichst. genau dafür ist die plattform von haus of deal gebaut – 1.200+ karteikarten in sieben modulen, jeweils mit lösungsweg und in drei schwierigkeits-stufen, ausgerichtet auf den DACH-recruiting-zyklus. zurück zur startseite.
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